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YOGA IN DER ARBEIT MIT TRAUMATISIERTEN MENSCHEN

Traumasensibles Yoga (TSY),
Fortbildung / Ausbildung
( http://www.traumasensiblesyoga.de)

Traumatische Erfahrungen hinterlassen im Körpergedächtnis ihre Spuren. Traumasensibles Yoga (TSY) ist ein körperorientierter therapeutischer
Ansatz, der auf dem klassischen Hatha-Yoga basiert. Die besondere Chance liegt in der Stabilisierung, der Anregung von Selbstwirksamkeit
und der Harmonisierung auf das psycho-vegetative System. Dies ist bereits wissenschaftlich nachgewiesen. 

Fortbildung Traumasensibles Yoga

Die Fortbildung besteht aus 3 Modulen (EM, AM 1 und 2).Diese bilden auch die ersten 3 Module der Ausbildung zumTRAUMA-YOGA-THERAPEUTEN.

Das Einführungsmodul kann einzeln belegt werden. Es wird erlernt, wie Hatha-Yoga so adaptiert werden kann, dass es als traumasensibel zu bezeichnen ist. Aufbauend auf ein achtsames Üben ist die persönliche Erfahrung und gegebenenfalls Mitteilung von Körpersensationen integrativer Bestandteil. Die Fortbildung verschafft einen Überblick über die komplementären Beziehungen zwischen Yoga und Trauma.
Welchen Beitrag kann traumasensibles Yoga (TSY) leisten?
Die Verbindung des Bewusstseins mit den körpereigenen Ressourcen ermöglicht grundlegende stabilisierende Erfahrungen. Andererseits können Triggerpunkte aktiviert werden, die durch Wahrnehmung und Mentalisierung integriert werden können.

Ausbildung in Trauma-Yoga-Therapie (140 UE)

In der Ausbildung geht es darum, die erworbenen Kenntnisse im traumasensiblen Yoga so zu vertiefen und zu erweitern, dass sie therapeutisch genutzt werden können. Zusätzlich zu der Stabilisierung und Regulation wird es verstärkt um die Bewältigung und Integration von erlebten traumatischen Situationen gehen. Die Arbeit an Fallbeispielen wird eine große Rolle spielen.
So entwickeln die Teilnehmer Sensibilität und therapeutische Kompetenz im Umgang mit traumatisierten Klienten und Yogaschülern. Die Auseinandersetzung mit eigenen Verletzungen führt dazu, dass Authentizität und Sicherheit wachsen.
Darüber hinaus ist uns die Vernetzung der Teilnehmer untereinander und eine gemeinsame Weiterentwicklung des traumaspezifisch körpertherapeutischen Angebots innerhalb der Ausbildungsgruppe ein Anliegen.

Die gesamte Ausbildung besteht aus 9 Modulen.

Erster Teil der Ausbildung:
die Module EM, AM 1 und AM 2 s. Fortbildung TSY

Zweiter Teil der Ausbildung: die Module AM3,4,5,6,7,8 – nur als Ganzes aufeinanderfolgend zu belegen
Die Aufbaumodule ( AM 1,2,3,4,5,6,7,8) finden ab 2017 in 4 Tages Seminaren (Do-So) in einem Seminarhaus statt

Referenten:

Regina Weiser:
Analyt. Psychotherapeutin seit 1986, Yogatherapie- Studium am Yogatherapie-Institut in Lonavia, Indien, Yogalehrerin (MYI), Sen-Therapeutin im Therapeutennetzwerk zur Begleitung spiritueller Krisen, Traumatherapeutin nach L. Reddemann, Autorin von „Mit Yoga Lebensängste bewältigen“
und „Yoga in der Traumatherapie“

Joachim Pfahl:
Bachelor of Science, Yogalehrer, Meditationslehrer und Coach mit 40-jähriger Yogapraxis und internationaler Lehrerfahrung in Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen unter anderem in Indien, Thailand, und Europa. Er leitet vier eigene Yoga-Schulen im Raum Nordrhein-Westfalen.

Angela Dunemann

Die Fortbildung wird an verschiedenen Orten angeboten, http://www.traumasensiblesyoga.de
Folgende Seminare finden 2018 in Wetzlar statt.

Einführungsmodul 2018:
04.-06.05.2018

Aufbaumodul 2:
30.11. – 02.12.2018
    

Info und Anmeldung:
TSY ingradual Dunemann-Weiser-Pfahl GbR, Telefon +49 (0)21 82 570 3088
www.traumasensiblesyoga.de, tsyingradual@googlemail.com

Buchhinweis: " Yoga in der Traumatherapie" von Angela Dunemann und Regina Weiser   erschienen im Klett-Cotta-Verlag. Dort wird aufgezeigt, wie Yogaelemente in die (Trauma)Therapie eingebunden werden können.

Kongress in Heidelberg

Yoga praktizierende Menschen wissen es schon lange: „ Es gibt weder eine Medizin für Körper ohne Seelen noch eine Psychotherapie
für Seelen ohne Körper.“ Diese Erkenntnis setzt sich inzwischen in allen Heilberufen durch.
Die Milton-Erikson-Gesellschaften Heidelberg und Rottweil, die Carl-Auer-Akademie und Michael Bohne hatten deshalb zu einer Tagung
nach Heidelberg eingeladen.
Unter dem Motto Reden reicht nicht – bifokale-multisensorische Interventionen hat dieser Kongress vom 01.-04.05.2014 in der
traditionsreichen Stadthalle stattgefunden und sie war ein überwältigender Erfolg.
Schon die Tatsache, dass die Tagung weit über ein Jahr vor Beginn innerhalb von 3 Wochen mit 1300 Anmeldungen komplett ausgebucht war
und dann innerhalb von einer Woche weitere 1000 Anmeldungen eingingen spricht Bände. 
1400 TeilnehmerInnen und 100 ReferentInnen informierten sich in Workshops und Vorträgen über moderne neurobiologisch orientierte
Psychotherapietechniken, die bifokal-multisensorische Interventionen (BMSI) nutzen.
Die systemisch-ganzheitliche Wirkung des Yoga in der Traumatherapie - Bifokal multisensorische Stimulation im Yoga  stellten
Regina Weiser und Angela Dunemann in einem 3-stündigen Workshop vor.
Für die Heilung von Menschen, die unter den Folgestörungen eines Traumas leiden, hat Yoga, diese „uralte Wissenschaft“ viel zu bieten.
Yoga ist ein ganzheitlicher Ansatz, stabilisiert Körper und Psyche und reduziert nachweislich die Symptome einer PTBS.

Neurowissenschaftliche und psychobiologische Forschungsergebnisse haben in letzter Zeit die körperlichen Auswirkungen eines Traumas
deutlich gemacht und auf die Notwendigkeit einer „ganzheitlichen Therapie“ hingewiesen, die den Körper in den Heilungsprozess einbezieht.
Bessel van der Kolk, Medical Doctor der Boston University School of Medicine und selber Yoga-Praktizierender, konnte in verschiedenen
klinischen Studien zeigen, dass Yoga die klassischen PTBS-Symptome wie Intrusionen und Hyperarousal signifikant verringert.
Gemessen wurde die Herzfrequenz-Variabilität, die zurzeit beste Möglichkeit, die Interaktion zwischen sympathischem und parasympathischen
Tonus zu messen und Hinweise auf die Affektregulationsfähigkeit zu geben.

Ein Trauma führt unter anderem zu einem veränderten Atem, eingeschränkter Bewegungsfreiheit und vergangenheitsgebundenem Bewusstsein.
Auf diesen drei Feldern setzt Yoga an: Es wird geübt, die drei Grundpfeiler des Yoga – Bewegung, Atem und Bewusstsein – zu koordinieren.
Die Konzentration auf die Synchronisation dieser drei Energieträger bindet das Bewusstsein an die Gegenwart, so dass diese sich im Sinne
einer Rückkopplungsschleife gegenseitig in salutogenetischer Weise verstärken.
Nach einer kurzen Einführung in das Wesen von Trauma und Yoga wurden vor allem die komplementären Beziehungen zwischen Yoga und
Trauma dargestellt.

Das Interesse an praktischen Erfahrungen durch  Bewegungen (E-Motionen), Haltungen und Atemübungen aus dem Yoga war besonders groß.
Mit Hilfe der  Spürübungen und anschließender Verbalisierung der Körpererfahrung konnten neue Erfahrungen verankert werden.
Die anschließenden Rückmeldungen bestätigten, dass Yoga in der Psychotherapie einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Wer Interesse an weiteren Informationen und/oder Fortbildungen hat wendet sich an den Arbeitskreis Yoga und Trauma, Ansprechpartnerin:
Angela Dunemann,  dunemann@mandala-wetzlar.de